Global Forum 2016 in Prescott, Arizona

Meine erste interkontinentale Reise, die ich alleine bestreiten sollte, ging in die Vereinigten Staaten von Amerika. Wie ich in dem Artikel Panama bereits beschrieben habe, haben wir (actMED) in Zusammenarbeit mit der DNA (Disciple Nations Alliance) den Coram Deo Basis Kurs übersetzt (die deutschen Materialien findest du unter RealityCheck.academy).

Reise mit Hindernissen

Im März 2016 reiste ich von Köln über Düsseldorf, Amsterdam und Salt Lake City nach Phoenix. Aufgrund der Flugzeiten kam ich schon einen Tag früher an und konnte vor der Weiterreise ins Camp Pinerock (Prescott) noch etwas Zeit in Phoenix verbringen.

Bereits die Fahrt vom Flughafen zum Hotel, indem ich die erste Nacht in Phoenix übernachten sollte, erwies sich als große Herausforderung bzw. Geduldsprobe. Nachdem ich aus dem Yellow Cab ausstieg um ins Hotel einzuchecken, war mein Geldbeutel weg. Lange Geschichte kurz erzählt: Ich erlebte eine richtige God-Story! Nach einigen Telefonaten, konnte durch die beiden Frauen an der Rezeption des Hotels der Taxizentrale die Problematik beschrieben werden. Die Suche nach dem Taxi, das mich befördert hatte konnte beginnen. Das Hotelzimmer konnte ich schon beziehen, da die Kosten vorab über die Kreditkarte abgerechnet wurden. Also hieß es warten was wohl in den nächsten Stunden passiert wird, oder auch nicht? Die ersten Pläne eines angenehmen Abendessens im Zentrum von Phoenix hatte ich eh schon verworfen.

Trotz der hohen Aufregung hatte ich etwas Schlaf gefunden, als ich plötzlich vom Telefonklingeln geweckt wurde. Die Dame von der Rezeption war dran. Sie sagte mir, dass jemand von der Flughafenpolizei zum Hotel gekommen war. Der Taxifahrer hatte den Geldbeutel in seinem Wagen gefunden und diesen an die Flughafenpolizei übergeben! Ich war noch nie in meinem ganzen Leben so froh einen Polizisten zu treffen! Sämtliche Karten sowie Bargeld waren noch vorhanden. Die Reise konnte also doch noch ein voller Erfolg werden. Thank you Jesus, dass im reinsten Sinne des Wortes nichts passiert ist!

Sightseeing in Amerika

So konnte ich den Abend doch noch nutzen um mich kulturell etwas zu bilden. Den Besuch bei Walmart ließ ich mir nun nicht mehr nehmen. Dieser hatte zum Glück lange genug auf und war zu Fuß zu erreichen. Solch einen amerikanischen Einkaufsmarkt muss man einfach mal besucht haben, wenn man diese bisher nur aus amerikanischen Filmen und/oder Serien kannte. Für mich war es ein durchaus spannendes Erlebnis.

An meinem ersten richtigen Tag in Amerika habe ich mich dann direkt von einem UBER-Fahrer vom Hotel ins Zentrum chauffieren lassen, um mein Sightseeing-Programm vom Vorabend fortzusetzen. Neben dem Stadtzentrum habe ich auch eine typische amerikanische Mall besucht.

Weiterreise nach Prescott ins Camp

Am Nachmittag ging meine Reise von Phoenix nach Prescott weiter. Mit kleinen Bussen fuhren wir aus der flachen Wüste hinaus nach Norden in das kühlere, höher gelegene Prescott. Während es in und um Phoenix nur Sand zu sehen gab, war es in Prescott um einiges grüner. Auf der Fahrt konnte ich direkt eine internationale „Kollegin“ aus Afrika kennenlernen. Judith war Trainerin für den, durch actMED entstandenen, Jüngerschaftskurs in Mosambik. In dem kleinen Bus, der uns aus Phoenix herausbrachte, saßen wir nebeneinander und konnten uns so auf der Fahrt direkt schon kennenlernen und über unsere gemeinsamen Freunde Eva und Jens austauschen.

Das Camp Pinerock macht seinem Namen alle Ehre. Es ist ein – in meinen Augen – typisches amerikanisches Camp, welches von einem großen Pinienwald umgeben wird. Die Zimmer entsprachen in etwa denen einer deutschen Jugendherberge. Das Essen war gut und auch die Gruppenräume für das Forum waren modern und größtenteils gemütlich ausgestattet.

Das Camp wurde für fünf Tage die Heimat von über hundert Menschen aus der ganzen Welt. Die Teilnehmer kamen aus England, Japan, China, Singapur, Mexiko, Brasilien, Chile, Nepal und vielen weiteren Ländern. Obwohl wir alle weit über die Welt verstreut leben, bildete sich ziemlich schnell ein tolles Gruppengefühl, weil wir doch alle aus dem gleichen Grund und mit dem gleichen Interesse dorthin gekommen waren.

Spannende Redner gaben Vorträge, einzelne Organisationen, die Partner der DNA sind stellten ihre unterschiedlichen Arbeitsbereiche vor und es war immer noch genügend Zeit um miteinander ins Gespräch zu kommen und einander kennen zu lernen.

Neben Spaziergängen über das Gelände gab es auch Wanderungen auf dem Thumb Butte durch den Prescott National Forest und so gab es ausreichend Zeit um internationale Freundschaften zu schließen und voneinander zu lernen.

Rückblickender Ausblick

Obwohl ich alleine in die Weite aufgebrochen war und nicht wusste, wie viel und ob ich, wegen der Sprachbarrieren, überhaupt etwas verstehen werde, wurde ich von der Reise nicht enttäuscht. Ich habe so viele spannende Leute kennen lernen dürfen, die mich mittlerweile inspirieren und mit denen ich noch immer im Austausch stehe, so dass ich mich nun auf das nächste Forum so sehr freue, wie auf ein Familientreffen (ich habe eine tolle Familie 😃). 2016 bin ich noch als Fremder angereist. Jetzt, zwei Jahre später, ist es gefühlt eher ein Nachhause kommen.

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